Am vergangenen Wochenende fand mit dem Frühjahrstest in Leipzig die erste große Leistungsüberprüfung der nacholympischen Saison statt – und die Athletinnen und Athleten der Frankfurter Rudergesellschaft Germania zeigten in Halle und auf dem Wasser, dass sie bereit sind für den nächsten Schritt auf dem Weg zur Nationalmannschaft 2025.
Ergometertest am Samstag: Podestplatz für Anna Härtl und persönliche Bestzeiten
Bereits am Samstag beim 2.000-Meter-Ergometertest im Bundesleistungszentrum Leipzig überzeugte die Germania mit starker Präsenz:
Anna Härtl holte sich im Frauen-Riemen einen hervorragenden zweiten Platz im nationalen Vergleich und stellte dabei eine persönliche Bestleistung auf. Auch Malou Wollenhaupt und Charlotte Johnson konnten mit neuen Bestzeiten auf dem Ergometer überzeugen – ein starkes Zeichen für die gute Trainingsarbeit der letzten Monate. Rianne Lagerpusch ruderte einen guten Ergowert, musste dann aber leider krankheitsbedingt abmelden.
Im Männer-Riemenbereich lieferte Theis Hagemeister eine der stärksten Germania-Leistungen und platzierte sich auf Rang sieben. Auch er erreichte dabei eine persönliche Bestzeit, was seine ansteigende Form eindrucksvoll unterstreicht. Für den erfahrenen Athleten ein wichtiges Signal im Hinblick auf die weitere Kaderbildung – insbesondere mit Blick auf den Deutschland-Achter. Ebenfalls stark präsentierte sich Valentin Luz im Para-Rudern mit einem Platz unter den besten drei auf dem Ergometer.
Oliver Zeidler studienbedingt nicht am Start – dennoch Ausrufezeichen gesetzt
Der erfolgreichste Germania-Ruderer, Oliver Zeidler, war studienbedingt nicht in Leipzig dabei. Dennoch hatte er bereits zuvor bei den Schweizer Meisterschaften mit einer Ergometerzeit unter 5:40 Minuten ein klares Ausrufezeichen gesetzt und bleibt damit der stärkste deutsche Ruderer. Auch Juliane Faralisch konnte ihr Können nicht zeigen, sie konnte krankheitsbedingt nicht nach Leipzig reisen.
Langstrecke am Sonntag: Hagemeister mit Silber im Männer-Riemen – Härtl erneut auf dem Podium
Am Sonntag ging es bei winterlichen Bedingungen auf dem Wasser weiter – die 6.000-Meter-Langstrecke im Kleinboot stand an.
Im Männer-Zweier ohne Steuerperson ruderte Theis Hagemeister gemeinsam mit Wolf Niclas Schröder (RU Arkona Berlin) ein starkes Rennen und belegte in einem engen Feld den zweiten Platz – nur sechs Sekunden hinter den Siegern Christ/Kruse. Ein klares Zeichen für das Potenzial dieser Kombination.
Auch im Frauen-Zweier ohne war die Germania auf dem Podium vertreten: Anna Härtl erreichte zusammen mit Paula Gerundt (Saarbrücker RG Undine) erneut einen dritten Platz, nur wenige Sekunden hinter den Erst- und Zweitplatzierten.
Johannes Karg lobt die Germania-Leistungen
Germania-Vorstand Sport Johannes Karg zeigte sich zufrieden mit dem Wochenende:
„Die Germania ist stark aus dem Wochenende gekommen. Wir konnten in allen Bereichen Akzente setzen – auf dem Ergometer wie auf dem Wasser. Das ist ein sehr guter Auftakt in die nacholympische Saison. Das lässt eine gute Saison erwarten – ich drücke allen die Daumen.“
Fazit: Die Germania ist bereit für den Olympiazyklus
Mit mehreren Top-Platzierungen, persönlichen Bestzeiten, stabilen Leistungen im gesamten Team und Perspektiven für den weiteren Verlauf der Saison hat die Frankfurter RG Germania in Leipzig ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Der Einstieg in den Olympiazyklus 2028 ist gelungen – und die Richtung stimmt.
Ebenfalls die Junioren zeigten starke Leistungen im JM1x A. Ensio Flöter ruderte auf einen starken achten Platz, Jakob Gelsen kam auf Platz 16 in Schlagdistanz zu den Nationalplätzen ein.
Ohne die Trainer vor Ort wären solche Ergebnisse nicht möglich gewesen. Mit Alexander Usen und Yannick Burg hat ein eingespieltes Team die Athleten hervorragend begleitet und unterstützt.